Richard Fuchs kennt die digitalen Herausforderungen für Steuerkanzleien – und weiß, wie sie sich lösen lassen

Shownotes

Richard Fuchs ist Geschäftsführer der Accountico GmbH und Experte im Bereich der Digitalisierung von Steuerkanzleien. Mit Carola Heine und Olaf Clüver spricht er über die Möglichkeiten, die Kanzleien offen stehen, um Abläufe zu optimieren.

Richard Fuchs hilft Steuerkanzleien bei der Digitalisierung der Kanzleiprozesse durch den Einsatz von digitalen Lösungen.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/richard-fuchs-b7107819b/

Accountico: https://accountico.de/

Transkript anzeigen

00:00:05: - Speaker 2

00:00:05: lex' talk about tax, der Podcast zur Zukunftskanzlei. Präsentiert von lexoffice.

00:00:17: - Olaf Clüver

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen bei lex' talk about tax, dem lexoffice Podcast zur Zukunftskanzlei. Heute ist Richard Fuchs zu Gast, der Accountico gegründet hat. Hallo Richard, du bist Geschäftsführer der Accountico GmbH und ein Experte in dem Bereich der Digitalisierung von Steuerkanzleien. Und damit passt du wunderbar zu unserem Thema. Herzlich willkommen!

00:00:38: - Richard Fuchs

00:00:38: Hallöchen und danke sehr für die nette Einleitung. Vielen Dank! Schön, dass ich hier rein darf.

00:00:46: - Carola Heine

00:00:46: Ja, hallo Richard. Ich freue mich auch sehr, dass wir uns hier noch mal sprechen, nachdem wir uns auf dem lexpresso Event ja das letzte mal unterhalten haben. Und ich muss noch mal etwas tiefer den Daumen reinbohren, in das was Olaf gesagt hat; In deinem LinkedIn Profil steht; Wir helfen Steuerkanzleien bei der Digitalisierung der Kanzleiprozesse. Das kann ja alles heißen. Was meint ihr denn damit konkret?

00:01:09: - Richard Fuchs

00:01:09: Ja. Also im Grunde meinen wir damit, dass wir versuchen, den Kanzleien durch den Einsatz von digitalen Lösungen und durch, ja, unser Wissen sozusagen bei der Digitalisierung zu helfen. Wir haben jetzt mittlerweile schon einigen Kanzleien helfen dürfen und haben da auch so unsere Erfahrungen gesammelt. Und da gibt es einige Punkte, die es sowohl auf der internen Seite, das heißt, das sind so Themen wie Kommunikation innerhalb der Kanzlei, Sachen wie digitale Signatur, Posteingang digitalisieren, solche Themen einfach, was intern alles abläuft und wo wir versuchen zu helfen und dann, was auf der anderen Seite mit dem Mandanten abläuft, sprich Finanzbuchhaltung, eines unserer Hauptthemen, wo wir dann einfach versuchen, passende Lösungen zu finden, auf Kanzleiseite zu implementieren, der Kanzlei zu helfen, das den Mandanten beizubringen und genau. Und darüber hinaus natürlich auch Themen wie Lohnbuchhaltung, was mittlerweile lexoffice auch abbilden kann. Und ja, da sehen wir uns in dem Bereich und so versuchen wir eben den Kanzleien zu helfen.

00:02:21: - Carola Heine

00:02:21: Also ihr seid nicht jemand, die ein Tool oder einen Scanner oder ein Ding entwickelt haben und damit dann in die Kanzlei gehen, sondern ihr beratet ganzheitlich den Prozess.

00:02:31: - Richard Fuchs

00:02:31: Genau. Einmal intern und einmal eben, was die mehr oder weniger externen Prozesse angeht, auf Mandantenseite.

00:02:42: - Olaf Clüver

00:02:42: Also seid ihr im Prinzip die externen CTO für Steuerkanzleien. Wie kann man sich das in der Praxis jetzt genau vorstellen? Ihr kommt in ein Büro, arbeitet ihr Remote? Was macht ihr da? Wie sieht der Prozess aus?

00:02:54: - Richard Fuchs

00:02:54: Genau. Also richtig angesprochen, wir sehen uns so ein bisschen als externe CTOs der Kanzleien. Wir helfen den Kanzleien, also über einen längeren Zeitraum hinweg in der Regel, wirklich eine Strategie zu entwickeln, wie die Digitalisierung in der Kanzlei umgesetzt werden kann, helfen dann tatsächlich auch bei der Umstellung. Das heißt, wir begleiten auf der einen Seite die Mitarbeiter und zeigen dort auch Lösungsansätze, wie zum Beispiel dem Mandanten ein Tool zur digitalen Buchhaltung richtig vermittelt wird, wie das implementiert wird, wie man da an gewissen Stellschrauben dreht, dass das auch effizienter eingesetzt wird. Und so helfen wir eben den Kanzleien einmal strategisch. Und auf der anderen Seite dann eben auch mit unserer Umsetzungskraft das Ganze erfolgreich umzusetzen.

00:03:44: - Olaf Clüver

00:03:44: Findet ihr dort schon Prozesse vor? Und wenn ja, in welchem Zustand sind die? Oder müsst ihr ganz neu ansetzen? Was ist da die Haupterfahrung?

00:03:54: - Richard Fuchs

00:03:54: Das ist tatsächlich ziemlich unterschiedlich. Aber natürlich gibt es auch Kanzleien, die es oft probiert haben. Die auch offen sagen, dass das nicht so ganz geklappt hat, wie sie sich das vorgestellt haben. Und wir denken auch zu mindestens in den meisten Fällen, dass wir uns erschließen können, woran es liegt. Das Problem ist halt einfach oft, dass die Kanzleien diesen Wunsch haben, die Digitalisierung irgendwie in die Kanzlei zu bringen. Das Problem ist, woran es meistens scheitert, wenn man den Mandanten dann mit ins Boot holt, dann werden die Lösungen, die da zum Beispiel eingesetzt werden, einfach nicht richtig genutzt. Und das fehlt. Oder das teilt sich irgendwo in zwei Punkten auf. Also der erste Punkt ist, das Tool wird nicht richtig eingesetzt, weil es einfach nicht intuitiv und nicht innovativ ist und der Mandant es einfach nicht versteht. Und der zweite Punkt ist, dass die Mitarbeiter in der Kanzlei, also die Kanzlei selber, einfach keine Zeit hat, sich zu kümmern darum, dass der Mandant das Tool versteht und auch richtig einsetzt. Das sind so zwei Hauptfaktoren, die dazu führen, dass die Projekte entweder scheitern oder im Sande verlaufen. Und warum viele Kanzleien auch meinen, schlechte Erfahrung damit zu haben.

00:05:12: - Carola Heine

00:05:12: Wenn du sagst viele Kanzleien, ist das eine bestimmte Größenordnung Kanzlei, die ihr bedient? Sind das Einzelkämpfer mit ein paar Mitarbeitern oder Großkanzleien? Oder gilt das einfach für alle, was du uns gerade erzählst? Wer sind so eure Zielgruppe?

00:05:26: - Richard Fuchs

00:05:26: Unsere Zielgruppe ist so zwischen 10 und 25 Kanzleien. Das ist so das, was in der Regel bei uns ankommt. Ausschläge nach unten und nach oben gibt es natürlich. Kleinste Kanzlei auch mal mit fünf Mitarbeitern und der größte mittlerweile mit 60 Mitarbeitern. Also da gibt es verschiedene Größenordnungen.

00:05:47: - Carola Heine

00:05:47: Jetzt hast du ja schon ein paar der typischen Probleme genannt. Vieles, vieles davon ist ja immer Kommunikation. Also man kann Mitarbeitern nicht einfach irgendwas servieren und dann sagen Ab morgen nutzt ihr das, sondern das muss einfach anders implementiert werden. Da gibt es sehr viel schlauere Wege, wie Olaf ja auch schon ganz oft erklärt hat. Sag noch mal, ihr macht auch Sachen mit lexoffice. Ist denn lexoffice eine Lösung für einige dieser Probleme oder welche Herausforderungen löst ihr denn mit lexoffice? Wo funktioniert das? Können wir mal so ein Beispiel durchgehen, dass das ein bisschen greifbarer wird?

00:06:19: - Speaker 3

00:06:19: Ja, also gerade in den Kanzleien sehen wir lexoffice wirklich geeignet, weil lexoffice bietet einfach genau das für den Mandanten. Es ist innovativ, es ist intuitiv in der Bedienung, es ist leicht zu verstehen. Deswegen muss sich jetzt auch kein Kanzleimitarbeiter stundenlang hinsetzen und das System in irgendeiner Art und Weise erklären, sondern eine kleine Einführung reicht im Grunde, um zu wissen, wie kann ich das System nutzen? Und darauf aufbauend können die Mandanten das System eben nutzen. Und wenn das wirklich gut funktioniert, trägt das natürlich auch Früchte auf Kanzleiseite. Und dann geht es natürlich darum, wie funktioniert der Daten-Export? Wie kriegt man das ganze in die Kanzleisoftware? Solche Sachen, die können vielleicht auch mal Kanzleimitarbeiter eingreifen in lexoffice, wenn es da mal Schwierigkeiten gibt. Und das ist eben stark erleichtert dadurch, das lexoffice einfach so intuitiv zu bedienen ist.

00:07:17: - Carola Heine

00:07:17: Hast du mal eine, also ich frage immer von Mandantenseite deswegen, entschuldige, wenn ich manche Sachen auf drei verschiedene Weisen frage, habt ihr vielleicht einen Kunden, wo ihr erzählen könnt, wie das gelaufen ist? Weil es wird ja nicht immer glatt gelaufen sein. Also wenn es keine Probleme geben würde, würde keiner Lösungen brauchen. Also haben hier vielleicht mal einen Fall aus der Praxis aus dem ihr was gelernt habt, mit oder ohne lexoffice, aber ein Fall, von dem du uns erzählen kannst, wie das aussieht, wenn ihr in so einer Kanzlei kommt und vorne und hinten stimmt alles nicht so richtig und die Mandanten und die Mitarbeiter müssen ins Boot geholt werden.

00:07:52: - Richard Fuchs

00:07:52: Ja, also da gibt es eigentlich dutzende Fälle. Das ist im Grunde fast immer die Kanzleisituation, die wir so vorfinden. Und gerade was Herausforderungen angeht, gibt es natürlich immer wieder mal die eine oder andere Herausforderung, auch wenn lexoffice eingesetzt wird. Was das Schöne dabei aber einfach ist, ist, dass wir versuchen, für diese Herausforderungen Lösungen zu finden. Das finde ich ganz wichtig und das schaffen wir mittlerweile wirklich gut. Also ob es um gewisse Sachverhalte die lexoffice geht, also Verrechnungskonten usw. Es gibt ja eine eingeschränkte Funktionalität aus Steuerberater Sicht in lexoffice, aber diese Probleme lassen sich halt gut lösen. Und mittlerweile haben wir da einfach auch so ein Lösungsbuch in petto, wo wir sagen okay, die und die Herausforderungen können auftreten und so löst ihr die. Und das ist halt, denke ich, ganz gut. Und das war auch immer unser Ziel, das eben zu schaffen. Und mittlerweile können wir eigentlich sagen, die Herausforderungen, die sich vielleicht auch ergeben, können wir im Grunde immer auch lösen.

00:09:06: - Carola Heine

00:09:06: Also es sind praktisch Herausforderungen, vor denen fast alle stehen muss. Wenn einer zuhört und der sagt, da hakt es bei mir auch, der ist nicht allein auf weiter Flur, sondern er hat eigentlich Standard Probleme, für die man gut eine Lösung finden kann. Habe ich das richtig verstanden?

00:09:22: - Olaf Clüver

00:09:22: Ja so ganz Standard. Ich weiß ja jetzt ein kleines bisschen, bei euch sind ja so Themen wie Verrechnungskonto über Anbindung eines Offline Kontos oder das Buchen von Inkasso Rechnungen, die Verrechnung mit eigener Rechnung etc.. Also Buchhaltung von mir aus auch ohne Kategorisierung übernehmen. Das sind ja Dinge, die schon mal vorkommen, die in der Masse aber nicht gefragt werden, denen ihr euch aber gestellt habt und versucht habt, dafür jetzt konkret eine Lösung zu finden. Was war euch da am wichtigsten? Wie würdest du das priorisieren, was ihr da gemacht habt?

00:10:03: - Richard Fuchs

00:10:03: Also die Themen, die du angesprochen hast, alle richtig. Genau das waren so Herausforderungen, die sich im Laufe immer mal wieder gestellt haben. Priorisieren kann ich das gar nicht wirklich, weil die Varietät an Herausforderung, die hat sich halt gegeben und dann haben wir nach Bedarf dort nach Lösungen gesucht und die glücklicherweise auch jedes Mal gefunden. Das spricht natürlich auch wirklich für lexoffice, einfach weil es diese Lösungsansätze gibt und die überhaupt umsetzbar sind. Das ist einfach auch von der technischen Seite, was das hergibt, ganz gut. Und was eine große Priorität hatte für uns und wo wir auch gemeinsam mit einem Entwickler was umgesetzt haben, war der Import von Ausgangsrechnungen aus Fremdsystem. Das ist vielleicht für viele auch ganz spannend, die lexoffice nativ als Rechnungsschreibungsprogramm nicht nutzen können. Das können zum Beispiel Pflegedienste sein. Die haben dann spezielle Programme mit denen die arbeiten müssen, haben dann ihre Verwaltung noch mal mit drin und so weiter und schreiben darüber ihre Rechnungen. Aber da diese Tools meistens ja keine vollumfängliche Buchhaltungssoftware bieten, haben wir es mit dieser Lösung geschafft, die Ausgangsrechnungen die dort geschrieben werden, in lexoffice direkt zu importieren über eine Schnittstelle direkt zu verbuchen und dann kann lexoffice halt super als Buchhaltungstool genutzt werden. Die Eingangsrechnung können hochgeladen werden, die Bank kann abgeglichen werden. Der Mandant hat immer selber einen Überblick über seine Zahlen, hat eine offene Postenliste und kann so eben wirklich gut damit arbeiten. Und auf der anderen Seite kann die Kanzlei dann am Monatsende oder Quartalsende oder wie auch immer, hergehen, die Daten exportieren bzw per Knopfdruck in die Kanzleisoftware bekommen. Und das ist natürlich, finden wir zumindest, ein super Lösungsweg.

00:12:00: - Carola Heine

00:12:00: Bei Pflegediensten und dieser speziellen Anwendung kriege ich gleich große Ohren. Darf ich da vielleicht für ein anderes Content-Format noch mal auf dich zukommen? Das würde jetzt hier den Rahmen sprengen. Aber das hört sich nach einem sehr spannenden Use Case an, von dem sicherlich auch viele profitieren können, wenn das einmal aufgeschlüsselt wird. Wenn das in Ordnung ist, würde ich mich da noch mal melden.

00:12:18: - Richard Fuchs

00:12:18: Gerne.

00:12:20: - Carola Heine

00:12:20: Was macht ihr denn, wenn ihr jetzt vor so einer Kanzlei steht, die ja ihren Alltagsbetrieb haben, die vielleicht Mitarbeiter verschiedener Altersgruppen und Lernbereitschaft haben und einen Berater, der eh schon unter Zeitdruck ist. Wie stellt man denn bei dem branchenüblichen Druck sicher, dass so eine Kanzlei reibungslos oder so gut wie reibungslos in diese ganzen neuen Möglichkeiten einsteigt? Habt ihr da Prozesse?

00:12:43: - Richard Fuchs

00:12:43: Ja, also tatsächlich versuchen wir möglichst die Mitarbeiter auch mitzunehmen, denen zu erklären, was das überhaupt für einen Sinn macht, auch auf Kanzleiseite, weil das sehen viele Kanzleimitarbeiter auch nicht. Viele sind zufrieden mit ihrem Pendelordner, den gibt es auch noch in einigen Kanzleien. Es wird immer weniger, aber wir treffen es leider trotzdem noch an und diese Mitarbeiter eben davon wegzubekommen und zu sagen Hey, schau mal, wir haben hier eine Lösung, die ist innovativ. Ich weiß, du stehst nicht auf innovativ, aber die wird dir trotzdem Arbeit abnehmen. Und das rentiert sich nicht nur für dich, sondern auch für den Mandanten vielleicht, es ist eine Win Win Situation. Und so versuchen wir eben vorzugehen und auch zu differenzieren; okay, welche Mitarbeiter sind vielleicht ein bisschen weiter? Da bilden wir so Projektteams und sagen, verschiedene Mandanten gehen in die verschiedenen Teams, die umgestellt werden. Also da haben wir mittlerweile auch einen ziemlich guten Weg gefunden, den Mitarbeitern auch verständlich zu machen, wie das Ganze funktioniert und warum das auch Sinn macht auf beiden Seiten. Und dann helfen wir tatsächlich auch, wenn wirklich Not am Mann ist, sage ich mal oder einfach, das ist ja allseits bekannt, dass in Kanzleien ein gewisser Mitarbeitermangel herrscht, tauchen wir da wirklich mit in die Beratung ein und helfen den Kanzleien auch bei der Umstellung auf Mandantenseiten. Das heißt, so ein on boarding von einem Mandanten unterstützen wir dann, geben Schulungen und so weiter, weil das ist eben auch wichtig, dass der Mandant richtig mit der Software arbeitet, weil nur so stellen sich auch die Vorteile ein.

00:14:24: - Carola Heine

00:14:24: Wie ist denn das Feedback?

00:14:28: - Richard Fuchs

00:14:28: Bisher ganz gut. Das nehmen Kanzleien auch wirklich gut an, weil sie eben diese zeitliche Ressource nicht haben. Und die sind glücklich, wenn die das eben abgeben können.

00:14:39: - Carola Heine

00:14:39: Ich meinte das Feedback der Mitarbeiter und Mandanten, die ja auf einer ganz anderen Ebene damit konfrontiert werden. Für den Steuerberater wird es eine Entlastung, aber kriegt ihr auch mit, wie die Mandanten darauf reagieren?

00:14:49: - Richard Fuchs

00:14:49: Also Mandanten auch ebenso. Da tatsächlich durchweg gut. Ich hatte es angesprochen. Ich kann es nur noch mal erwähnen. Dadurch, dass lexoffice zum einen, diese Innovation und intuitive Arbeitsweise verbindet und auf der anderen Seite auch ziemlich viele Schnittstellen bietet. Das haben wir jetzt wirklich vermehrt gemerkt. Diese Schnittstellenlandschaft, die ganzen Programme, die man um lexoffice herum noch anbinden kann, sei es für den Handwerker, sei es für den Gebäudereiniger, sei es für was auch immer. Projektzeiterfassung. Es ist wirklich gut, dass man diese Lösungen hat, dass man dadurch so ein Ökosystem schafft, wo alles ineinander greift. Und deswegen ist die Bereitschaft oder die Zufriedenheit der Mandanten, die wir umstellen, auch wirklich sehr, sehr hoch.

00:15:44: - Olaf Clüver

00:15:44: Ich habe das genau verstanden und ich finde das total interessant und ich bin wirklich begeistert, weil dieses ganze System auch in der richtigen Reihenfolge funktioniert. Du hast vollkommen recht, wenn du sagst, viele Kanzleien haben da nicht die Ressourcen, haben auch nicht die Ahnung, dann kommt ihr von außen und habt einen Plan, habt aber auch die Begeisterung, wirklich alle mitzunehmen. Und wenn es dann mal irgendwelche Punkte gibt, an denen es hakt; oh, wie kriege ich jetzt diese Ausgangsrechnungen hier rein, das wird nix, dann geben die meisten auf. Und ihr kommt dann mit noch einer Lösung, mit noch einer Lösung, mit der Schnittstelle, bis man das wirklich ganz individuell abgefrühstückt hat, dass jedes einzelne Mandat wirklich zufriedengestellt werden kann. Etwas, dass sich die Kanzlei so am Anfang noch gar nicht erlauben kann, wir wollen ja auch darauf hinarbeiten, dass dieses Wissen in die Kanzleien getragen wird. Und dann eben halt die Kommunikation mit der ihr daran geht, wirklich die Leute von Anfang an mitnehmen. Das ist der Plan. Da wollen wir hin, da können wir mitziehen. Wir schulen euch, wir schulen die Mandanten. Das ist ganz schön holprig am Anfang. Aber ich glaube, so im Laufe der Zeit wird es dann auch in ruhigere Fahrwasser gehen, oder?

00:16:55: - Richard Fuchs

00:16:55: Ja, also das stimmt.

00:16:58: - Carola Heine

00:16:58: Seit wann sind das deine Themen? Wie ist dir das zugestoßen? Wie ist das passiert, dass du so tief in Steuerberatung Beratung steckst?

00:17:07: - Richard Fuchs

00:17:07: Also ich komme ja eigentlich aus der Unternehmensberatung und habe da im Grunde federführend auch diesen Bereich so ein bisschen mit aufgebaut der Digitalisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Und da kamen dann irgendwann die ersten Projekte auch in Kanzleien rein. Dadurch, dass wir uns auch viel mit dem Thema Buchhaltung befasst haben, damals auch und auch die Pilotkanzlei hatten, mit der wir damals zusammengearbeitet haben, wo wir viel ausprobiert haben, haben wir immer mehr den Markt für uns entdeckt und so kam dann eigentlich eins zum anderen. Und dann haben wir eben dann entschieden, dass das wirklich der Markt ist, in dem wir uns bewegen wollen, wo wir denken, dass wir auch am meisten ausrichten können. Und dementsprechend habe ich mich dann mit meinem Geschäftspartner, dem Frank Welsch, auch in dem Bereich verwirklicht.

00:17:58: - Olaf Clüver

00:17:58: Du hattest es eben erklärt, du hast mit der Carola schon mal gesprochen auf der lexpresso. Wie hat dir die Veranstaltung gefallen? Und vor allem, was hast du mitnehmen können?

00:18:06: - Richard Fuchs

00:18:06: Ich fand die Veranstaltung wirklich super. Einfach auch mal die ganzen Leute hinter lexoffice kennenzulernen. Viele kannte ich ja schon vom Telefon oder ähnliches, mit vielen hatte ich ja oder stand ich schon im Austausch, aber wirklich mal die persönlichen Kontakte zu knüpfen war sehr, sehr wertvoll. Und auf der anderen Seite fand ich es auch sehr spannend, die Vorträge mir anzuhören, weil da zum Teil ja auch wirklich lexoffice Nutzer dabei waren, auch Steuerberater. Und da auch einfach mehr Ideen mitnehmen zu können. Lösungsansätze usw fand ich sehr, sehr spannend.

00:18:42: - Carola Heine

00:18:42: Ja, das war schon ein cooles Event. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Ja.

00:18:46: - Richard Fuchs

00:18:46: Also gibt es ein nächstes Mal. Steht das schon fest?

00:18:49: - Carola Heine

00:18:49: Ich weiß nicht, ob das feststeht. Ich bin doch eine externe Freelancerin. Sag, was Olaf.

00:18:55: - Olaf Clüver

00:18:55: Es wird über eine Fortsetzung innerhaus gesprochen.

00:18:59: - Richard Fuchs

00:18:59: Schön, das freut mich.

00:19:01: - Carola Heine

00:19:01: Schreibt da mal alle Postkarten hin, dass ihr noch mal wollt. Nein, es war fantastisch. Und was ganz toll war, ist, man kann jetzt im Nachhinein nach zwei, drei Wochen später immer noch beobachten, wie die Leute sich auf LinkedIn vernetzen und sich gegenseitig, wie dieses Motto Rückenfreihalter, also Kooperationen entstanden sind und Leute sich gegenseitig stützen. Und das aber auch auf LinkedIn erzählen und sich taggen. Und dass man es mitbekommt. Das hat schon, finde ich, eine Welle geschlagen, die noch nachhallt und das fand ich sehr schön zu beobachten. Es ist schon lange keine emotionslose Branche mit lauter Krawattenträger mehr diese Steuerbranche, schon lange nicht mehr, finde ich, zumal als fast außenstehende Beobachterin. Fast.

00:19:44: - Richard Fuchs

00:19:44: Kann ich unterschreiben. Ja.

00:19:46: - Olaf Clüver

00:19:46: Da bin ich auch deiner Ansicht. Richard, du hast jetzt an dieser Stelle die ganz große Gelegenheit, uns zu sagen, ob wir etwas vergessen haben, dich zu fragen. Oder alternativ; Gibt es etwas, dass du uns gerne mal fragen möchtest, wo du sagst; Das würde ich ganz gerne mal wissen oder noch irgendetwas erzählen, wo wir noch keinen Kommentar zu gemacht haben?

00:20:08: - Richard Fuchs

00:20:08: Hm. Gute Frage. Muss ich ein bisschen darüber nachdenken. Mir fällt jetzt eine Sache ein. Ich hoffe, dass die Frage nicht allzu gemein ist. Und zwar, viele Steuerberater, die auch lexoffice sehr, sehr gerne nutzen, wünschen sich vermehrt einen erweiterten Kontenrahmen. Die Frage und der Wunsch ist dir bestimmt schon das eine oder andere Mal zu Ohren gekommen. Genau. Und da hätte ich vielleicht die Frage, ob so sowas in Zukunft geplant ist?

00:20:55: - Olaf Clüver

00:20:55: Ja, es gibt immer so zwei oder drei Klassiker Fragen. Das ist natürlich eine davon, die wird sehr, sehr häufig gestellt. Und ich weiß natürlich auch, dass das ein sehr heikles Thema ist. Also man kann erst mal davon ausgehen, dass wir uns wirklich was dabei gedacht haben bei der Reduktion dieses Kontenrahmens, das ist das eine. Zum anderen haben wir aber auch nie gesagt, es wird nie wieder ein weiteres Konto geben, sondern wir werden natürlich die Konten nach den Anforderungen dynamisch am Markt gegebenenfalls hinzufügen, wie zum Beispiel ein Funktionskonto, ein funktionales Konto. Das entscheide ich nicht. Da gibt es bei uns ganz viele Gremien, die darüber entscheiden. Und wir kriegen natürlich jede Menge Anfragen. Diese Anfragen werden gewichtet und gewertet. Und dann werden auch tatsächlich hinzugefügt, dass man jetzt nicht aus Telefon, Telefon 1234567 macht, damit jeder seine eigene Handynummer verwalten kann. Das wird sicherlich auch in Zukunft nicht gehen. Aber dass man zum Beispiel mal so ein Konto, hinter dem eine tatsächliche Funktion steht, hinzufügt, das ist vollkommen klar. Meistens zielt das ab auf Gesellschafterkonten und auf Darlehen Verrechnungskonten. Und ja, die werden sicherlich über kurz oder lang hinzugefügt, aber wie das bei Software Projekten so ist, es wäre unseriös, wenn ich jetzt ein Finalisierungsdatum nennen würde.

00:22:24: - Richard Fuchs

00:22:24: Ich wollte nur die Hoffnung haben.

00:22:27: - Carola Heine

00:22:27: Jetzt ist Olaf wach.

00:22:33: - Olaf Clüver

00:22:33: Da muss man aufpassen, was man jetzt sagt.

00:22:36: - Carola Heine

00:22:36: Ja, es ist ja auch eine Software, die am Bedarf der Anwender entlang entwickelt wird. Und ich bekomme auch mit, dass also, einmal ist es natürlich genau wie die Steuerberater haben ihre Themen, die Anwender haben ihre Themen, einzelne Branchen haben ihre Themen. Du kannst 30 verschiedene Leute fragen, die haben 30 verschiedene Prioritäten, bei denen, die nicht verstehen, warum die noch nicht umgesetzt wurden. Aber wenn man das mal, also diesen Wunsch nach noch mehr, mehr, mehr mal weglässt, dann hat man ja den Wunsch nach mehr, weil es so gut läuft, weil man da mit so einem geilem Tool arbeitet und dann einfach Appetit darauf bekommen hat, alles damit zu machen. Und nicht, weil das Tool irgendwie großartige, riesige Macken hätte oder so, sondern weil man von was Gutem immer noch mehr will. Und seit ich das begriffen habe, bin ich nicht mehr so gestresst, wenn mich jemand so was fragt. Zumal ich das ja sowieso nicht beantworten kann als Externe. Aber das ist ja so, dieser starke Wunsch nach mehr liegt ja daran, dass es eine gute Lösung ist, dass man die benutzen will, dass man die erweitern will und nicht, weil man nichts anderes findet, sondern weil man von dieser überzeugt ist. Ja, und ansonsten, sobald wir was wissen, bist du bei den ersten die es erfahren.

00:23:44: - Olaf Clüver

00:23:44: Schön. Großartig. Dann hast du auf jeden Fall einen Nerv getroffen, weil wie gesagt, diese Frage wird mir natürlich häufig gestellt, aber sie ist auch ein bisschen prekär. Ich danke dir dafür und ich habe so offen geantwortet, wie es mir irgendwie möglich war. Aber ich möchte mich bei dir bedanken, auch für dieses wirklich sehr, sehr kurzweilige und informative Gespräch. Ich bin davon überzeugt, ihr seid auf einem sehr guten Weg, weil ihr das System des Prozesses in den Steuerkanzleien wirklich verstanden habt. Und ich glaube auch, dass ihr das sehr gut umsetzt. Also von daher vielen Dank für diese Informationen. Dir, Carola, vielen herzlichen Dank. Und ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ebenfalls vielen Dank! Die wichtigsten Informationen gibt es anschließend in den Shownotes und ich verabschiede mich an dieser Stelle. Auf Wiederhören.

00:24:31: - Carola Heine

00:24:31: Vielen Dank, dass du heute da warst, Richard. Das hat Spaß gemacht und war sehr spannend.

00:24:36: - Speaker 3

00:24:36: Danke sehr, dass ich dabei sein durfte.

00:24:43: - Olaf Clüver

00:24:43: Lex'' talk about tax. Der Podcast zur Zukunftskanzlei. Präsentiert von lexoffice.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.